Uganda ist vor allem für seine seltenen Berggorillas bekannt. Doch die Perle Afrikas hat noch so viel mehr zu bieten! Auf dem Viktoriasee machen wir uns auf die Suche nach dem faszinierenden Schuhschnabel, begegnen Schimpansen in den Regenwäldern, erleben Giraffen und Nashörner bei Safaris zu Fuss und entdecken die Tierwelt auf einer Flusssafari auf dem Nil.
Zum 40-jährigen Jubiläum der Aktivferien AG durfte ich gemeinsam mit meinem Vater Hansruedi Büchi dieses aussergewöhnliche Land bereisen und die unvergesslichen Begegnungen mit meiner Kamera festhalten. Ein persönlicher Erlebnisbericht über unsere Uganda-Reise, eindrückliche Tierbegegnungen und Momente, die mich noch lange begleiten werden.
Uganda – eine Naturreise, die mich zum Staunen bringt
Tansania kenne ich von meinen unzähligen Reisen mittlerweile unglaublich gut. Jedes Mal ist es für mich ein Nachhausekommen. Ich liebe die endlosen Weiten der Serengeti, die riesigen Tierherden und die unvergleichliche Stimmung der afrikanischen Savanne. Ich weiss mittlerweile auch ungefähr, was mich erwartet. Und trotzdem begeistert mich dieses Land immer wieder aufs Neue. In meinem Reisebericht aus Tansania vom letzten Jahr habe ich versucht, genau dieses Gefühl zu beschreiben.
Doch diesmal ist alles anders. Ich darf unsere Jubiläumsreise zum 40-jährigen Bestehen von Aktivferien fotografisch begleiten, gemeinsam mit Ruedi und Priska, die unsere Erlebnisse filmisch festhalten. Mit dabei ist natürlich auch mein Vater Hansruedi Büchi, der Uganda bereits im Frühjahr erkundet hat und uns nun dieses faszinierende Land zeigt. 40 Jahre Aktivferien – da möchten wir eine ganz besondere Reise auf die Beine stellen. Eine Reise, die zu uns passt: voller Entdeckergeist und Abenteuerlust, mit aussergewöhnlichen Erlebnissen und dennoch für möglichst viele Menschen machbar. Und natürlich so sorgfältig organisiert, wie man es von Aktivferien kennt.
Ich darf wieder einmal in ein Land reisen, das ich überhaupt nicht kenne. Und ich empfinde es als riesiges Privileg, mich auf ein solches Abenteuer vorzubereiten. Wochenlang lese ich Reiseführer, verschlinge Sachbücher und schaue mir Dokumentationen an. Ich weiss, dass Uganda im Bereich des Ostafrikanischen Grabenbruchs liegt, dass es unglaublich grün ist und dass Regenwälder, Seen und Savannen das Landschaftsbild prägen. Ich kenne die Bezeichnung «Perle Afrikas» und natürlich habe ich schon unzählige Bilder der letzten Berggorillas gesehen.
Aber wie fühlt sich dieses Land wirklich an?
Ich möchte mich bewusst nicht auf eine Vorstellung festlegen. Ich möchte neugierig anreisen und mich überraschen lassen.
Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiss: Uganda wird mich nicht nur jeden Tag, sondern manchmal beinahe jede Stunde aufs Neue sprachlos machen.
Schon im Frühjahr hat mein Vater Uganda bereist und seine ersten Eindrücke in seinem Reisebericht «Uganda – die Perle Afrikas» festgehalten. Jetzt freue ich mich darauf, all diese Orte selbst kennenzulernen.
Dem seltenen Schuhschnabel in seinem natürlichen Lebensraum begegnen
Bereits am ersten Tag steht ein Tier auf dem Programm, das ich unbedingt sehen möchte: der Schuhschnabel.
Mit einem kleinen Holzkanu gleiten wir durch die Feuchtgebiete am Viktoriasee. Um uns herum wachsen meterhohe Papyruspflanzen, Seerosen liegen auf dem Wasser und überall hören wir Vögel. Es ist unglaublich still. Kein Motorengeräusch, keine Hektik. Nur das leise Plätschern unseres Kanus und die Geräusche der Natur.
Ich bin schon nach einer Stunde völlig fasziniert.
Plötzlich entdeckt mein Vater den Schuhschnabel. Ich suche angestrengt zwischen den Pflanzen, knapp über der Wasseroberfläche. Und dann sehe ich ihn.
Meine Güte, ist der riesig!
Fast unwirklich steht er da, mit seinem gewaltigen Schnabel und diesem unverwechselbaren Blick. Seine Entwicklungsgeschichte reicht Millionen Jahre zurück. Er wirkt tatsächlich wie ein Vogel aus einer längst vergangenen Zeit.
Und wir haben Glück! Statt einfach regungslos im Papyrus zu stehen, ist unser Schuhschnabel ziemlich aktiv. Ich fotografiere begeistert und kann kaum glauben, wie nahe wir ihm kommen.
Bereits am ersten Tag entstehen einige meiner absoluten Lieblingsbilder dieser Reise. Was soll da noch kommen?








Nashörner zu Fuss erleben – plötzlich wird es aufregend!
Es geht Schlag auf Schlag weiter. Unser nächstes Ziel ist das Ziwa Rhino Sanctuary, ein Schutzgebiet, in dem Nashörner leben und ihre Rückkehr in die Wildnis Ugandas unterstützt wird.
Ich stelle mir zunächst eine Art grosses, geschütztes Gehege vor. Doch als wir dort ankommen, merke ich schnell: Das fühlt sich an wie eine richtige Safari. Nur mit einem entscheidenden Unterschied.
Wir sind zu Fuss unterwegs.
Begleitet von ausgebildeten Rangern nähern wir uns den gewaltigen Tieren. Es ist unglaublich, wie ruhig sie wirken und wie nahe wir ihnen kommen dürfen.
Das warme Abendlicht fällt über die Landschaft, die Sonne sinkt langsam hinter den Nashörnern. Ein Anblick, der mich tief berührt. Ich kann kaum aufhören zu fotografieren.
Und dann wird es doch noch etwas aufregend. Ein Bulle kommt uns für meinen Geschmack plötzlich ziemlich nahe. Unser Ranger bleibt völlig entspannt. Der Bulle möchte lediglich einen Artgenossen hinter uns beeindrucken, erklärt er.
Mich hat er jedenfalls auch beeindruckt!







Der Nil, die Murchison Falls und ein Pool über dem Fluss
Ich habe schon viele Wasserfälle gesehen. Aber als wir die Murchison Falls erreichen, traue ich meinen Augen kaum.
Der Nil zwängt sich hier durch eine nur wenige Meter breite Felsschlucht und stürzt mit einer unglaublichen Kraft in die Tiefe. Das Wasser donnert, die Gischt steigt auf und der ganze Boden scheint zu beben. Es ist ein Naturschauspiel, das man kaum beschreiben kann.
Schon die Bootsfahrt auf dem Nil ist ein Erlebnis für sich. Überall entdecken wir Vögel, darunter wunderschöne Eisvögel. Krokodile liegen am Ufer und Flusspferde tauchen immer wieder neben unserem Boot auf.
Und dann beobachten wir einen Elefanten, der beinahe zirkusreif auf einem Felsen balanciert, um an die begehrten Feigen zu gelangen. Wir können uns vor Begeisterung kaum halten.
Am Abend erreichen wir die Hemingway Lodge, hoch über dem Nil gelegen. Und wieder einmal fehlen mir die Worte. Die Aussicht ist gigantisch und der Pool gehört zweifellos zu den spektakulärsten, in denen ich je geschwommen bin.
Am nächsten Morgen wartet bereits die nächste Überraschung. Nach einer rund einstündigen Wanderung erreichen wir einen abgelegenen Aussichtspunkt, der nur über das Gelände der Lodge zugänglich ist. Hier erwartet uns ein Buschfrühstück mit einem Blick über den Nil und die umliegende Wildnis, den ich so schnell nicht vergessen werde.
Ich sitze da, schaue hinaus und denke mir: Wie unglaublich schön und vielfältig ist Uganda eigentlich?






















Auf Safari – Giraffen, Elefanten und ein seltener Pangolin
Weiter geht es in die Savannenlandschaften des Murchison Falls Nationalparks, Richtung Tangi.
Und plötzlich zeigt sich Uganda wieder von einer ganz anderen Seite.
Elefanten ziehen durch die Landschaft, Antilopen grasen zwischen den Büschen und überall entdecken wir Giraffen. Die Landschaft verändert sich laufend. Eben noch fahren wir durch üppiges Grün, wenig später stehen wir mitten in einer offenen afrikanischen Savanne.
Genau diese Gegensätze machen Uganda für mich so besonders.
Die riesigen Tierherden und endlosen Weiten der Serengeti in Tansania sind und bleiben für mich etwas ganz Besonderes. Uganda fasziniert auf eine andere Art. Hier sind es vor allem die unmittelbaren Begegnungen mit den Tieren, die mich immer wieder zum Staunen bringen. Oft kommen wir ihnen unglaublich nahe und können sie in ihrem natürlichen Lebensraum aus nächster Nähe beobachten.
Bei einer Nachtpirschfahrt erleben wir dann noch eine besondere Überraschung: Wir entdecken ein Schuppentier, auch Pangolin genannt. Diese scheuen Tiere sind äusserst selten zu beobachten. Dazu schweben unzählige Glühwürmchen durch die Dunkelheit.
Ich weiss manchmal gar nicht mehr, wohin ich zuerst schauen soll.






Schimpansen-Tracking in Uganda – der schönste Haken auf meiner Bucketlist
Einmal Schimpansen in freier Wildbahn begegnen – das steht schon lange auf meiner Bucketlist. Umso mehr freue ich mich auf das Schimpansen-Tracking, auch wenn ich mir noch kaum vorstellen kann, wie diese Begegnung ablaufen wird.
Früh am Morgen machen sich die Fährtenleser auf die Suche nach den Schimpansen. Wir folgen ihnen gemeinsam mit einem Ranger durch den Regenwald.
Und tatsächlich entdecken wir schon bald einen Schimpansen, hoch oben in den Bäumen.
Ich beobachte ihn durch mein Teleobjektiv und denke mir, dass das Fotografieren heute wohl ziemlich schwierig wird. Natürlich freue ich mich riesig, ihn überhaupt in freier Natur zu sehen. Aber insgeheim hoffe ich, dass er vielleicht noch etwas näher kommt.
Wir laufen weiter.
Und plötzlich liegt er da.
Mitten auf unserem Weg, ganz entspannt in einer kleinen Lichtung im Regenwald.
Ich bleibe stehen und schaue ihm in die Augen.
Es ist schwierig zu erklären, was dieser Moment mit mir macht. Ich kenne Schimpansen aus Zoos und habe sie schon oft beobachtet. Aber dieser Blick ist anders. Diese unglaubliche Energie in seinen Augen, die Wachsamkeit und gleichzeitig diese Ruhe. Augen, die richtig leben und einen mit einer Intensität anschauen, die ich so noch nie erlebt habe.
Um uns herum hören wir die Geräusche des Regenwaldes und die Rufe der anderen Schimpansen. Und direkt vor uns liegt einer unserer nächsten lebenden Verwandten, in seinem natürlichen Lebensraum.
Ich bin tief berührt.
Für einen Abstecher ins Ruwenzori-Gebirge reicht unsere Zeit diesmal leider nicht. Aber schon jetzt freue ich mich auf die Erlebnisse von Beni und Hansruedi, die im Januar zu einer weiteren Erkundung aufbrechen. Das gewaltige Gebirge an der Grenze zum Kongo ist eine völlig andere Seite Ugandas, die wir mit unserer Ruwenzori-Trekkingreise ebenfalls zugänglich machen möchten. Auf ihren Bericht dürfen wir gespannt sein!









Ein Dokumentarfilm über Uganda entsteht
Unsere Speicherkarten füllen sich in einem unglaublichen Tempo. Jeden Abend sitzen Ruedi und ich zusammen, sichten unsere Aufnahmen und werten die Bilder und Filmsequenzen aus.
Es macht mir riesigen Spass, diese Leidenschaft für das Fotografieren und Filmen mit anderen Menschen zu teilen. Gemeinsam die besten Perspektiven zu suchen, das Licht zu beobachten und sich über eine besonders gelungene Aufnahme zu freuen.
Die Filme unserer Tansaniareise vom letzten Jahr zeigen bereits, was aus solchen gemeinsamen Reisen entstehen kann. Auch diesmal begleiten uns Ruedi und Priska mit ihren Kameras, um Uganda und unsere Erlebnisse festzuhalten.
Und natürlich gefällt mir auch meine gelegentliche Rolle als Statistin ausgesprochen gut. Besonders dann, wenn die Anweisung lautet, im Pool ein Glas Weisswein zu geniessen, während die Sonne langsam untergeht.
Nur muss die Szene dann auch wirklich schnell im Kasten sein. Denn wenn das Licht genau in diesem Moment perfekt ist, möchte ich natürlich selbst wieder hinter meiner Kamera stehen!
Wir lachen viel, staunen gemeinsam und geniessen diese intensive Zeit.
Doch der Moment, auf den ich mich seit Wochen am meisten freue, liegt noch vor uns.








Der Tag der Tage – wir begegnen den Berggorillas im Biwindi Regenwald
Ich fühle mich wie vor einem Gipfeltag am Kilimanjaro oder bei einem Trekking im Himalaya.
Diese Mischung aus Vorfreude, Nervosität und dem Wissen, dass morgen etwas ganz Besonderes bevorsteht.
Mindestens fünfmal kontrolliere ich meine Kameraausrüstung. Ich putze die Objektive, überprüfe die Akkus und Speicherkarten und gehe gedanklich immer wieder alles durch.
Mein Zimmer trägt ausgerechnet den Namen «Silverback».
Passender könnte es kaum sein.
Ich bin so aufgeregt, dass ich fast nicht schlafen kann.
Am nächsten Morgen fahren wir zum Ausgangspunkt unseres Gorilla-Trackings im Bwindi Impenetrable Nationalpark.
Zuerst erhalten wir ein ausführliches Briefing über die Verhaltensregeln bei den Gorillas. Anschliessend führen Menschen aus der lokalen Gemeinschaft traditionelle Tänze und Lieder auf.
Es ist wunderschön und berührend, ihnen zuzuschauen.
Gleichzeitig spüre ich, wie meine Vorfreude immer grösser wird. Ich möchte endlich los!
Doch hinter diesem Ablauf steckt ein wichtiger Gedanke. Der Gorilla-Tourismus soll möglichst vielen Menschen aus den umliegenden Dörfern eine Einkommensmöglichkeit bieten. Denn wenn die lokale Bevölkerung vom Schutz des Regenwaldes profitiert, trägt das entscheidend dazu bei, diesen Lebensraum langfristig zu erhalten.
Während wir beim Briefing sind, haben sich die Fährtenleser bereits auf den Weg gemacht. Sie suchen die letzten Schlafplätze der Gorillas auf und folgen von dort ihren Spuren.
Wir werden der Bitukura-Familie zugeteilt. Zu dieser Gruppe gehören drei Silberrücken, von denen einer das dominante Männchen ist, und sogar ein erst etwa drei Wochen altes Baby.
Ich kann es kaum erwarten.




Auf der Suche nach den letzten Berggorillas im undurchdringbaren Regenwald
Zunächst fahren wir mit dem Auto noch ein Stück den Berg hinauf. Dann geht es zu Fuss weiter, begleitet von Rangern und Trägern.
Ich bin unglaublich dankbar für meinen Träger. Nicht nur wegen meiner schweren Kameraausrüstung, sondern auch, weil er mir immer wieder hilft, sicheren Halt zu finden.
Undurchdringbar ist für diesen Regenwald wirklich keine Übertreibung!
Mit Macheten werden Lianen und dornige Pflanzen aus dem Weg geschnitten. Wir steigen immer tiefer den steilen Hang hinunter, über Wurzeln, durch dichtes Grün und manchmal auf kaum erkennbaren Pfaden.
Mit gutem Schuhwerk, etwas Abenteuerlust und der Unterstützung der Begleiter ist diese Wanderung auch ohne besondere Trekkingerfahrung gut zu bewältigen. Je nach Standort der Gorillas kann sie allerdings unterschiedlich lang und anstrengend sein.
Plötzlich bleiben unsere Ranger stehen.
Wir sind ganz nahe.
Wir hören bereits Geräusche aus dem dichten Gebüsch vor uns. Jetzt müssen wir unsere Gesichtsmasken anziehen und die letzten Vorbereitungen treffen.
Mein Herz schlägt schneller.
Gleich werden wir hinter diesen Büschen zum ersten Mal einem Berggorilla begegnen.
Zumindest denke ich das.
Denn plötzlich bewegt sich etwas hinter uns.
Ein Silberrücken!
Wir stehen bereits mitten in der Familie.
Ich kann es kaum glauben.







Eine Stunde mit den Berggorillas in – eine Begegnung, die für immer bleibt
Was jetzt folgt, gehört zu den eindrücklichsten Momenten meines Lebens.
Der junge Silberrücken kommt von hinten, zeigt kurz, wer hier das Sagen hat, und bewegt sich dann weiter. Die Ranger bleiben ruhig und wir folgen ihren Anweisungen.
Und plötzlich ist da dieser unglaubliche Frieden.
Wir bewegen uns vorsichtig durch das steile Gelände und beobachten lange eine Mutter mit ihrem Jungen.
Ich bin völlig verzaubert.
Wie behutsam sie mit dem Kleinen umgeht. Wie menschlich manche ihrer Bewegungen wirken. Und wie selbstverständlich wir für diesen kurzen Moment Teil ihrer Umgebung sein dürfen.
Etwas weiter oben wartet ein weiterer Silberrücken.
Wir steigen durch das dichte Gestrüpp zu ihm hinauf. Ich fotografiere und konzentriere mich ganz auf meine Kameraeinstellungen. Denn auch wenn ich von dieser Begegnung völlig überwältigt bin, möchte ich natürlich möglichst viele dieser unglaublichen Momente festhalten.
Fotografisch ist es anspruchsvoll. Das Gelände ist steil, die Sonne scheint teilweise grell durch die Baumkronen und schwarzes Fell bei diesem starken Licht verlangt volle Konzentration.
Aber was für ein Motiv!
Einem Berggorilla in die Augen zu sehen, in seinem eigenen Lebensraum, ohne Gitter, ohne Glasscheibe, ist etwas, das sich kaum in Worte fassen lässt.
Ich habe schon unglaublich viele schöne Tierbegegnungen erleben dürfen. Aber diese Stunde im Regenwald wird einen ganz besonderen Platz in meinen Erinnerungen behalten.
Und gleichzeitig wird mir bewusst, wie wichtig es ist, dass diese letzten Berggorillas und ihr Lebensraum geschützt werden.
Nachhaltiger Tourismus spielt dabei eine entscheidende Rolle. Er schafft Arbeitsplätze, finanziert Schutzmassnahmen und gibt dem lebenden Regenwald einen Wert für die Menschen, die hier zu Hause sind.







Eine Fusssafari am Lake Mburo
Ich denke tatsächlich, dass diese Reise nach dem Gorilla-Tracking kaum noch eine Steigerung bieten kann.
Aber Uganda wäre nicht Uganda, wenn es mich nicht noch einmal überraschen würde.
Wir erreichen den Lake Mburo Nationalpark und unternehmen eine Fusssafari.
Und plötzlich stehen wir vor einer riesigen Gruppe Giraffen.
Etwa 50 Tiere bewegen sich durch die Landschaft. Wir dürfen sie gemeinsam mit unserem Ranger zu Fuss beobachten.
Ich bin sprachlos.
Die Giraffen sind teilweise unglaublich neugierig. Immer wieder bleiben sie stehen, drehen ihre Köpfe zu uns und beobachten uns genauso interessiert, wie wir sie beobachten.
Diese eleganten, sanften Riesen aus einer solchen Nähe zu erleben, ist einfach unbeschreiblich.
Wir fotografieren und filmen, und ich könnte stundenlang hierbleiben.
Ich kenne Giraffen aus meinen vielen Reisen durch Afrika. Aber noch nie habe ich sie auf diese Weise erlebt.
Es ist eine dieser Begegnungen, bei denen man am liebsten die Zeit anhalten möchte.









Tierschutzprojekt für die Schimpansen
Zum Abschluss unserer Reise besuchen wir das Ngamba Island Chimpanzee Sanctuary des Chimpanzee Trust.
Hier finden Schimpansen ein Zuhause, die beispielsweise aus illegaler Haltung oder dem Wildtierhandel gerettet wurden und nicht einfach wieder in die Wildnis zurückkehren können.
Es macht mich traurig, dass solche Einrichtungen überhaupt notwendig sind.
Gleichzeitig beeindruckt mich unglaublich, mit welchem Engagement sich die Menschen Tiere einsetzen.
Das Projekt steht in Verbindung mit dem Engagement von Jane Goodall, die sich über Jahrzehnte für den Schutz der Schimpansen eingesetzt hat.
Nach unseren Begegnungen mit frei lebenden Schimpansen im Regenwald berührt mich dieser Besuch besonders.
Er erinnert mich noch einmal daran, wie wertvoll die Arbeit zum Schutz der Tiere und ihrer Lebensräume ist.


Uganda, die Perle Afrikas hat mich überrascht
Nun sitze ich hier und versuche, diese Reise in Worte zu fassen.
Und merke, wie schwierig das eigentlich ist.
Ich denke an die Stille im Papyrussumpf, an den riesigen Schuhschnabel, an das Abendlicht bei den Nashörnern. An das Donnern der Murchison Falls, die neugierigen Giraffen und den Blick des Schimpansen mitten im Regenwald.
Und natürlich an diesen Moment, als plötzlich ein Silberrücken hinter uns auftaucht.
Ich habe mich bewusst ohne feste Vorstellungen auf Uganda eingelassen. Und dieses Land hat mir so viel mehr geschenkt, als ich mir hätte ausmalen können.
Es ist nicht die Grösse der Tierherden, die mich hier beeindruckt. Es sind die Nähe, die Intensität der Begegnungen und die unglaubliche Abwechslung.
Am Morgen gleiten wir über den Nil, am Nachmittag beobachten wir Giraffen in der Savanne. Einen Tag später stehen wir im dichten Regenwald und schauen einem Schimpansen in die Augen.
Und immer wieder begegnen wir Menschen, die sich mit grossem Engagement für ihre Heimat und die Tierwelt einsetzen.
Ich liebe Tansania nach wie vor. Es wird für mich immer dieses besondere Gefühl des Nachhausekommens haben. Auch unsere Reisen nach Westtansania zeigen, wie viele unterschiedliche Gesichter Ostafrika besitzt.
Aber Uganda hat mich auf eine ganz neue Art berührt.
Für mich ist es die Reise meines Lebens.
Nicht weil andere Reisen weniger schön waren, sondern weil ich hier so vieles zum ersten Mal erleben darf, obwohl ich schon so viel von der Welt gesehen habe.
Und vielleicht ist genau das das grösste Geschenk des Reisens: Dass es uns immer wieder aufs Neue zum Staunen bringen kann.

Erleben Sie Uganda mit uns
Am 16. November 2026 werde ich an unserem Informationsabend in Seuzach persönlich von Uganda erzählen und meine neuesten Bilder zeigen. Ich freue mich riesig, diese Erlebnisse mit Ihnen zu teilen.
Auch unser Filmteam hat unglaublich viel Material mit nach Hause gebracht. Die Aufnahmen werden nun gesichtet und zu einem Film verarbeitet. Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir Sie selbstverständlich darüber informieren.
Wenn Sie dieses faszinierende Land selbst entdecken möchten, finden Sie auf unserer Website weitere Informationen zu unseren Uganda-Reisen.
Ich freue mich, wenn ich mit meinen Bildern und Geschichten auch bei Ihnen ein wenig von dieser Begeisterung wecken kann.

Carina Bruun – Büchi, Mitglied der Geschäftsleitung und leidenschaftliche Fotografin


